Foliage
Elfenmorgen

Inspiriert von einem Haiku von Lemonfish.
Danke.


Am Ende der Nacht, im sanften Übergang zum Tag, wird es für einen Moment magisch.

In der Waldlichtung am frühen Morgen, wenn die ersten, schwachen Sonnenstrahlen den Tau glitzern lassen und die Vögel mit lauten Schnabelklappern und Zwitschern den neuen Tag begrüßen, wenn du dir noch müde den Schlaf aus den Augen reibst, dann kannst du sie sehen.

Ganz klein, sie wirken fast zerbrechlich, sitzen sie auf den Blättern der Farne und dem Moos und schlafen unter den Steinen, auf die der Morgentau heruntertropft.
Sie bewachen deine Träume, führen dich weit weg von der Wirklichkeit und lassen dich in anderen Sphären denken.

Wenn du sie dann siehst, weißt du, du hast nicht geträumt und das Elfen wirklich existieren.
Wenn du ganz fest dran glaubst.
21.4.07 15:06


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Über den Blog

Nein, alte Texte werden hier nicht zu lesen sein. Die haben ihren Platz im Hauptblog, da wo sie entstanden sind und hingehören.

Neue Texte, Gedanken und Geschichten möchten sich hier formen. Noch kann ich nicht sagen, wie und wann, denn meine Erfahrung besagt, das Schreiben kein Prozess ist, der auf Knopfdruck funktioniert und andauert.

Es wird eher so sein, das kleine Gedanken wachsen, größer werden und neue Sätze entstehen, die aber auch schnell wieder verschwinden können...

Rose
11.4.07 16:53


Das Bild

Die Farben berauschten sie.
Es war ihr unmöglich, da nicht hinzuschauen. Immer wieder wollte sie aufs Neue in das Bild einzutauchen und sich gefangen nehmen lassen.
Es war, als erzählte es ihr eine Geschichte.
Eine Geschichte, die etwas ganz Eigenes hat, ihr das Gefühl gab, nur für sie bestimmt zu sein.

Früher dachte sie manchmal daran, wie es wohl sein würde, in einem Bild zu leben. Einfach darin einzutauchen und darin zu verschwinden. Für sie war ein Ölgemälde oder ein Foto mehr als nur das, mehr als nur die bloße Abbildung von einem Gegenstand oder einer Situation. Bilder hinterließen bei ihr das Gefühl, als könne man mit ihnen die Zeit überholen und nichtig machen. Sie ging schon immer gern in Museen oder Ausstellungen und malte mit bunten Farben Muster auf großes Papier. Was die Lehrerin dazu sagte, war ihr egal.

Je länger sie nun auf das Bild starrte, umso mehr spürte sie, wie sie eins mit ihm wurde.
Ganz langsam. Ihre Neugier war geweckt und nun kam sie nicht mehr davon los. Die Farben begannen plötzlich, sich vor ihren Augen zu bewegen, bestimmte Formen und Gestalten anzunehmen. Ein Lächeln erschien auf ihren Lippen, es schien ihr unglaublich, wie leicht es auf einmal funktionierte.
Sie atmete tief ein…
Die Welt um sie herum verschwand, als wurde sie nur noch ein Abbild ihrer selbst, die Rufe ihrer Eltern am anderen Ende des Flures verhallten und einen Moment fühlte sie sich beinahe schwerelos.

Einen Lidschlag später traute sie fast ihren Augen nicht.
Sie wollte sich umdrehen, doch es gelang ihr nicht. Fast augenblicklich brach Panik in ihr aus. Daran, was passieren könnte, wenn man in einem Bild hängen bleibt, hatte sie nicht gedacht!
Tränen traten ihr in die Augen, als sie sah, zu welcher Gestalt sich die Farben formten.
Dann fing sie an zu schreien.
6.4.07 13:58


Der nächste Schritt...zum Tanz.

Schwierig, jetzt noch die passenden Gedanken zu finden, nachdem Sabs ja so ziemlich am Besten das Gefühl mit Worten erfasst hat, was mich beim Gedanken an Oz in der letzten Zeit beschlichen hat.

Das Wissen, das man eigentlich nicht weiß, wohin einen so etwas führt, ist für mich das Spannende und Aufregendste dabei.
Ich erinnere mich noch an die Gespräche zu Anfang unserer
Freundschaft, Bo, als wir über das Schreiben, den Tanz der Gedanken und Inspiration sprachen und genau das Gefühl hab ich beim Anblick dieser Plattform.
Von Oz.

Es ist das Gefühl, das einen das Herz höher schlagen lässt und das man sich selbst am liebsten in seinen eigenen Gedanken fallen lassen möchte...in diesem "See zu schwimmen", wie Sabs es ausdrückte.
Oder die Flügel auszuspannen und von der Klippe zu springen…egal, was passiert.
Es ist alles möglich.
In Oz.

Ich schließe die Augen und lasse die Gedanken tanzen...


28. Januar 2007, In Oz
6.4.07 13:34


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